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Große Jubiläumsfeier der LEADER-Region Oben an der Volme

Zahlreiche Gäste folgten der Einladung des Vereins zu seiner Jubiläumsfeier (Quelle: Mareike Kison)

 

 

Warme Sonnenstrahlen fallen in den großen Saal des Sozialen Bürgerzentrums in Kierspe. Die Luft wird von zahlreichen Stimmen durchflutet. Die Stimmung ist heiter, und hier und da hört man Sektgläser, die feierlich aneinanderstoßen.

Es ist also so weit: Heute, am 28.05., feiert der Verein „Regionalentwicklung Oben an der Volme“ sein 10-jähriges Bestehen. Hierzu begrüßen der Vorsitzende des Sozialen Bürgerzentrums, Markus Gorecki, sowie der Vorsitzende des Vereins, dessen Jubiläum heute gefeiert wird, Olaf Stelse, die zahlreichen Gäste (rund 120 an der Zahl).

Die Gründung des Vereins im April 2016 war auch der Startschuss für die Entstehung der „LEADER-Region Oben an der Volme“. Das bedeutet, dass seit einer Dekade die Region von zahlreichen Fördermitteln aus eben diesem Förderprogramm namens „LEADER“ schöpfen kann. Das Ergebnis: 79 umgesetzte Projekte mit einem Fördervolumen von rund 4,6 Millionen Euro. Hinzu kamen außerdem weitere 141 sogenannte „Kleinprojekte“. Ein weiteres Förderprogramm, auf das LEADER-Regionen exklusiven Zugriff haben und mit dem sich die Fördersumme für die Region auf insgesamt rund 5,9 Millionen Euro erhöht.

Was zunächst nur nach Zahlen klingt, wird heute auf der Feier mit Inhalten lebendig: Die beiden Regionalmanagerinnen Friederike Bönnen und Susanne Neumann geben einen Einblick in umgesetzte Projekte. Die thematische Bandbreite ist riesig: Von großen baulichen Projekten im Freizeitbereich wie dem Bikepark in Kierspe oder der Skateranlage in Halver über Projekte zugunsten der Fachkräftesicherung bis hin zu touristischen Projekten wie der „Sagenwelt Oben an der Volme“.

Auch im Bereich „Gemeinschaft“ gibt es beeindruckende Projektbeispiele. Hier überlassen die Regionalmanagerinnen aber jenen das Wort, die aus ihren eigenen Erfahrungen berichten können:

  • Die „Hardenberger“ aus Meinerzhagen, Lena Schalenbach und Johanna Josefine Rummeny, erzählen von ihrem multifunktionalen Bauwagen, den sie mit Hilfe der Kleinprojekte in Eigenleistung und nach ökologischen Kriterien gebaut haben. Dieser Bauwagen ist ein wahrer Verwandlungskünstler: Mal dient er als Werkstatt, mal als Kino, mal als Kulisse für den Weihnachtsmarkt, mal als Verkaufsstelle für selbstgemachte Produkte aus dem Dorf. Ein Alleskönner, der mit Herzblut und Kreativität errichtet worden ist und das Dorfleben bereichert.
  • Auch an anderer Stelle wurde das Dorfleben bereichert, und zwar in Halver-Schwenke. So berichtet Dr. Bernd-Eicker, Kassierer des Vereins „TuS Ennepe 1926“, dass dort (teilweise) mit Hilfe der Förderung ein Platz errichtet worden ist, der heute einen beeindruckenden Aussichtspunkt, Sitzmöglichkeiten, eine Wetterschutzhütte und einen Bolzplatz beherbergt. Damit ist der Platz zu einem Treffpunkt für Ruhesuchende, Wanderer, Sportler, Dorfbewohner und Boulespieler als auch für Feierlichkeiten entwickelt worden.
  • Es folgte eine Projektpräsentation der besonderen Art: Im Rahmen des Projekts „Songs von hier“ gab es im letzten Jahr mehrere Workshops in den Jugendzentren der Region. In diesen konnten Jugendliche ihre eigenen Songs schreiben und aufnehmen. Daraufhin konnte die Region ihren Gewinnersong wählen. Das Ergebnis: Der Song „Chaos“ von der 14-Jährigen Mia, die diesen vor dem heutigen Publikum präsentiert und die Zuschauer mit ihrer Stimme beeindruckt.

 

Nach diesen anschaulichen Darbietungen darf eines natürlich auf einer Jubiläumsfeier nicht fehlen. Und zwar “Danke” zu sagen!

Die Regionalmanagerinnen danken den Personen, ohne die der LEADER-Prozess in der Region bei weitem nicht so rund laufen würde: Dem Vereinsvorstand, der in der operativen Arbeit des Vereins das Rückgrat bildet, der Lokale Aktionsgruppe (LAG), die für die Projektauswahl in der Region zuständig ist, der Bezirksregierung, die die Antragstellungen begleitet, den Kommunen, die den Verein tragen, und zu guter Letzt den Projektträgern, welche mit ihren Ideen die Region bereichern. Sie alle tragen dazu bei, dass die Region sich in den letzten Jahren gezielt weiterentwickeln konnte.

Als 10-Jähriges Mitglied der LAG und stellvertretender Vorsitzender des Vereins berichtet Bernd-Martin Leonidas, wie beeindruckend er die Arbeit der Projektträger findet, die – oftmals ehrenamtlich – viel Mühe in ihre Anträge investieren. Diese Anträge wandern allesamt über den Tisch der LAG und werden von dieser konstruktiv diskutiert, hinterfragt und bewertet. Zudem lobt er das Regionalmanagement, das für die Vorbereitung der Sitzungen zuständig ist und die Projektträger von der Antragstellung bis hin zur fertigen Umsetzung begleitet.

Nach dem rund anderthalbstündigen Programm folgt ein geselliger und feierlicher Ausklang bei Musik, Snacks und Getränken. Unter den Anwesenden sind neben Vereinsmitgliedern und kommunalen Vertretern vor allem zahlreiche Projektträger. Es wird zusammen gegessen, gelacht und sich ausgetauscht. Eine schöne Feier neigt sich dem Ende entgegen – der Prozess der Regionalentwicklung hingegen schreitet weiter voran!