Am Dienstag, den 11.02. trafen sich rund 20 Vertreter von Unternehmen, Schulen und übergeordneten Institutionen wie der Südwestfalen-Agentur, dem zdi-Netzwerk oder dem Arbeitgeberverband, um konkrete Maßnahmen der Zusammenarbeit in Oben an der Volme im Rahmen des „Netzwerks Zukunft: Schule – Eltern – Wirtschaft“ auszuloten.

Hierbei handelt es sich um ein LEADER-Projekt des Vereins Regionalentwicklung Oben an der Volme, dessen Ziel es ist, zur Fachkräftesicherung in der Region beizutragen. Bausteine des Projekts sind neben den Treffen des Netzwerks selbst auch begleitende Imagemaßnahmen für die Region.

Gastgeber des Netzwerktreffens war die Gesamtschule in Kierspe. Eingeladen hatte der Verein zur Regionalentwicklung Oben an der Volme e.V., dessen Vorsitzender, Herr Bürgermeister Emde, auf die Bedeutung des Themas Fachkräftesicherung für die Region Oben an der Volme hinwies. Nachdem es bereits im Vorfeld zwei vorbereitende Treffen gegeben hatte, konnte er berichten, dass mittlerweile das Projekt durch die Bezirksregierung Arnsberg als LEADER-Projekt bewilligt worden sei und daher nun anstehende Themen vertieft und konkretisiert werden könnten.

Ein wichtiges Thema war hierbei die niederschwellige Abstimmung von Formaten zwischen Schulen und Unternehmen, die der Berufsfelderkundung dienen, wie bspw. Werkstatttage in der Schule oder im Betrieb, die Vorstellung von Unternehmen im Rahmen des Unterrichts oder Bewerbertrainings für Schülerinnen und Schüler durch Unternehmen. Ein konkretes Ergebnis war, dass das Regionalmanagement im Nachgang eine digitale Pinnwand für die Netzwerkpartner erstellt hat, auf der fortan Unternehmen und Schulen im Sinne eines Suche-Biete-Verfahrens ihre Angebote und Suchgebote rund um die Berufsfelderkundung darstellen und direkt in Kontakt miteinander treten können.

Zusätzlich wurde der Relaunch der Ausbildungsbörse Oben an der Volme diskutiert. Herr Hellmann von der Stadt Halver, einer der Organisatoren der Ausbildungsbörse, war zugegen und stellte dar, dass es seitens der Organisatoren Überlegungen gäbe, die seit fünf Jahren alljährlich in demselben Format stattfindende Börse zu überholen, um sie zeitgemäßer zu gestalten und erfolgreicher sowohl für die Schülerinnen und Schüler, aber auch für die Unternehmen umzusetzen. Diskutiert wurden Ansätze wie der Einsatz digitaler Medien, eine Konzeption fernab des Messecharakters und Möglichkeiten einer zielgerichteten Vorbereitung der Schüler im Vorfeld. Um diese Ansätze weiter auszuarbeiteten, bildete sich im Rahmen des Treffens eine Unterarbeitsgruppe, welche sich intensiv mit dem Relaunch auseinandersetzen wird.

Schließlich wurde von Seiten des Regionalmanagements Oben an der Volme ein mögliches neues Format vorgestellt: Die „Lange Nacht der Wirtschaft Oben an der Volme“, bei der Schülerinnen und Schüler, aber auch interessierte Eltern und Lehrer an einem Abend oder Wochenendtag mehrere Unternehmen in der Region kennenlernen können und Informationen über Ausbildungs- und Karrierechancen erhalten. Alle Netzwerkpartner waren sich einig, dass es wichtig sei, bei allen Aktivitäten auch die Vielfalt der Ausbildungs- und Arbeitsplatzangebote in Oben an der Volme darzustellen, also neben den unterschiedlichen Profilen der die Region prägenden Industrieunternehmen auch die Bereiche Dienstleistung, Pflege und auch das Handwerk entsprechend darzustellen. Eine weitere Ausarbeitung dieser Idee erfolgt im Zuge des nächsten Netzwerktreffens.

Das Netzwerk umfasst derzeit 10 kooperierenden Unternehmen sowie 5 Schulen der Region. Weitere interessierte Unternehmen sind herzlich eingeladen, an dem Netzwerk zu partizipieren. Weitergehende Informationen gibt es beim Regionalmanagement Oben an der Volme.